Mit dem Parasailor nach Marstal – Dänemark

Samstag, 1.08.2020

Wir haben gut geschlafen und der Wind hat tatsächlich so gedreht wie vorausgesagt und wir konnten nun wieder Richtung Nord nach Marstal segeln. Und wir konnten die ganze Zeit mit Parsi segeln. Zum Schluss hat der Wind doch ordentlich zugenommen und wie man immer so schön sagt. Schon beim ersten Gedanken zu reffen, sollte man es auch sofort tun. In unserem Fall überlegten wir, ob wir Parsi einholen, da wir schon Böen bis 20 Knoten bekommen haben. Wir wollten noch ein wenig weiter und in der Wellenabdeckung das Tuch einholen. Und dann war es fast zu spät, die Böen gingen rauf auf über 23 Knoten und wir hatten ordentlich zu tun, den riesigen Lappen einzuholen.

Um 18:00 Uhr sind wir in Marstal eingefahren und es waren tatsächlich noch viele Plätze frei. Wir sind ganz nach hinten durch gefahren und bei dem starken Wind war das Anlegemanöver ganz schön anspruchsvoll. Jörg hat einige Versuche gebraucht, um dann mit Vollgas in die Box zu fahren. Am Steg haben schon viele helfende und sehr freundliche Hände gewartet. Sehr angenehm.

Während der Fahrt war es schon sehr lustig, was man so für Funksprüche hört. Da fragt man sich schon, wie lange es her ist, dass die Leute ihr Funkspruchzeugnis gemacht haben.

Ein Beispiel für einen schrägen Funkspruch war z. B._:

Peter: „Hier ist Peter, we need help.

Antwort von irgendjemanden: What’s your problem?

Peter: „I don’t understand“

Das plänkelte ohne Ergebnis in Deutsch-Englisch noch ein wenig hin und her.

Bremen Rescue konnte das wohl nicht mehr hören und schaltete sich mit ein und fragte auf Deutsch, wie sie nun helfen können.

Peter: „Wir haben Probleme mit unserem Segel“.

Bremen Rescue: „Was genau ist ihr Problem?“

Peter: „Wir können unser Segel nicht einholen“

Das ging jedenfalls noch unendlich so weiter. Und letztendlich kam heraus, dass Peter sein Rollgroß nicht mehr einrollen konnte und nun unter Motor unterwegs ist.

Bremen Rescue beauftragt einen Seenotretter und bat Peter Richtung Heiligenhafen zu fahren. Da würde ihnen dann der Seenotretter entgegenkommen.

Peter: „Ich kann aber nicht segeln und möchte so nicht in den Hafen fahren“????

Ja, das hat Bremen Rescue schon verstanden und wollte nur, dass Peter ihnen entgegenkommt. Nach einigem Hin- u. Her hat Peter das nun verstanden.

Einige Minuten später funkt Peter. Jetzt geht wieder alles. Er braucht doch keine Hilfe…..

Wieder einige Minuten später bat Bremen Rescue Peter dann noch, bitte doch seinen DSC Alarm zu löschen…

Das Peter ein Charterschiff gewesen ist, bräuchte ich wahrscheinlich nicht zu erwähnen, oder….:-)

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