6-Monate Auszeit – Rund Ostsee

Fazit eines Ostseetörns – Deutschland, Polen, Dänemark, Schweden, Ålands, Finnland, Estland, Lettland, Litauen

Tja, nun ist leider das Ende gekommen und wir sind wieder zu Hause in Berlin angekommen. Wir hatten die letzten Tage in Kolberg oft darüber gesprochen, was uns besonders gut gefallen hat und was nicht so schön war. Wir haben so viel Schönes erlebt, dass es schwierig ist, nur einige Dinge herauszusuchen.

Und so haben wir folgende Liste erstellt:

Sehr schön:

  1. Zweisamkeit
    Wir schon in einem Bericht geschrieben war es vor allem die Zweisamkeit, die uns gefallen hat. Es war schön, so eng zusammen zu sein und zusammen so viel zu erleben.
  2. Die Freiheit des Rumtourens
    Die Freiheit loszufahren, wann immer man Lust hat und neue Ecken zu erkunden, ist ein unglaublich befreiendes Gefühl. Gerade, wenn uns Häfen oder Städte nicht so gefallen, zu sagen ach nö, lass uns weiter düsen. Um dann etwas Schönes zu entdecken und sagen zu können. Ach hier ist es schön, lass uns länger bleiben.
    (Natürlich immer den Wind im Blick J)
  3. Estland – Saaremaa – Kuressaare
    Hier haben wir viele sehr schöne Tage verbracht. Saaremaa eine tolle Insel mit freundlichen Menschen, tollen Landschaften und guter Küche.
  4. Ankern in den finnischen Schären
    Die Schären sind so abwechslungsreich und schön bewachsen. Und ruhig. Hier war kaum ein Schiff und so waren wir oft alleine.
  5. Wanderung in Spiken zum Schloss Läckö (Vänernsee)
    Eine tolle Landschaft und ein ganz toller Wanderweg am Wasser entlang.
  6. Rhododendronpark in Laesö DK
    Das war so unverhofft und unglaublich schön. Wir haben uns gefühlt wie Alice im Wunderland.

Nicht so schön:

  1. Die Stockholmer Schären im Juli
    Landschaftlich schön ohne Frage. Aber im Juli mit tausend anderen einfach nervig. Eine einsame geschützte Schäre zu finden nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Unendlich viele zum Teil rücksichtslose Motorbootfahrer. Wir wurden zwar gewarnt hätten aber nicht gedacht, dass es so schlimm ist.
  2. Sturmfahrt in der Nach
    ohne Worte – muss man nicht haben
  3. Schwedische Küche
    Ist überhaupt nicht unsers. Wir haben es nicht geschafft, ein leckeres Brot oder Kuchen zu finden. Die Restaurants, in denen wir gewesen sind, haben uns nicht überzeugt. Meist sehr teuer und das Essen mittelmäßig. Wir sind ja gewillt Geld für gutes Essen auszugeben. Aber das war uns in Schweden nicht wirklich vergönnt.

Das Wetter
Das war doch ein wenig Pech. Es war schon recht kühl. Nicht der tolle Sommer, wie wir ihn letztes Jahr hatten. Und auch der September hat uns im Stich gelassen. Umso besser, dass wir viel Zeit hatten, die zahlreichen Regen- und Starkwindtage abzuwettern. Wie frustrierend muss das sein, wenn man nur ein oder zwei Wochen Zeit hat und sich dann noch für teuer Geld ein Boot gechartert haben.

So endet nun dieses Reisetagebuch. Ich hoffe, mit den Informationen Interesse an einigen Ländern geweckt zu haben dass das „Mitreisen“ Freude bereitet hat. Wer genaue Details über Land, Häfen und Fahrgebiet erfahren möchte kann uns gerne kontaktieren.

Zahlen und Fakten

Die Bruty hat an 58 Orten festgemacht.

Wir sind 1.700 sm über die Ostsee und knapp 200 km auf dem Götakanal gefahren.

45 % der Zeit konnten wir segeln.

178 Tage haben für auf dem Boot verbracht davon 62 Tage in Bewegung und 116 Hafen- oder Ankertage. Aufgeteilt auf die Länder/Regionen ist die Verteilung wie folgt:

Deutschland: 18 Tage

Dänemark: 26 Tage

Schweden: 58 Tage davon 33 Tage im Götakanal

Alands: 7 Tage

Finnland: 6 Tage (leider viel zu kurz für diese schöne Gegend)

Estland: 20 Tage

Lettland: 9 Tage

Litauen: 14 Tage (vor allem dem Wetter geschuldet)

Polen: 16 Tage (inkl. Stettin)

Tschüss bis zum nächsten Jahr? Wer weiß!

Detaillierte Infos zu diesem Törn:

Alle Erlebnisse von diesem Törn sind hier zu lesen: http://www.sy-bruty.de/index.php/auszeit

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